Pfarrei St. Johannes der Täufer

Mitte des 13. Jahrhunderts dürfte das Kirchspiel Vimbuch errichtet worden sein. Eine Urkunde, welche die Errichtung des Kirchpiels Vimbuch belegt ist nicht mehr vorhanden. Eine Kapelle wurde in Vimbuch zum ersten mal in der Speyerer Urkunde im Jahr 1154 erwähnt. Aus der Nennung eines Pfarrers „Johannes de Vintbuch“ in einer Schwarzacher Urkunde aus dem Jahr 1259 sowie dem Beleg einer Kapelle in Vimbuch aus dem Jahr 1218, kann man den Zeitraum festlegen, in welchem das Kirchspiel errichtet wurde.

Im Jahr 1888 wurde der Grundstein für eine neue Pfarrkirche gelegt. Der damalige Pfarrer Karl Bunkofer hatte vehement um die Verwirklichung der Neubaupläne gekämpft und konnte letztendlich alle Kirchspielgemeinden von der Notwendigkeit überzeugen und zur Mitfinanzierung bewegen. Die Weihe der neuen Pfarrkirche, im spätgotischen Stil, am 14. Mai 1891 vorgenommen vom damaligen Erzbischof Dr. Johann Christian Roos, war ein großer Freudentag und ein Höhenpunkt der Geschichte des Kirchspiels. Die alte Kirche, die sich in der Karl-Bunkofer-Straße befand, wurde kurze Zeit später abgerissen, Inventar und Kirchplatz verkauft.

Am 20. Dezember 1920 erhielt die Pfarrkirche zum Preis von 12 735 Mark elektrische Beleuchtung. Eine Glühlampe zu 75 Watt kostete damals 35 Mark. 18 Glühlampen waren zur Kirchenbeleuchtung erforderlich. Vorher war die Kirche durch Petroleumsbeleuchtung und Kerzenlicht erhellt worden.

Während dem 2. Weltkrieg, im Jahr 1944, sollte bei einer Materialsammlung der Messingkronleuchter der Kirche abgeliefert werden. Er entging dem Schicksal des Einschmelzens nur dadurch, dass er nachträglich als vergoldet gemeldet wurde.

Nachdem im Jahr 1963 ein deutlicher Rückgang der Besucher verzeichnet wurde, die Kommunionsziffern gingen von 28 000 auf 17 500 zurück, ging man im Frühjahr 1964 an die Verwirklichung der Kirchenheizung, die am 23. November 1964 in Betrieb genommen wurde.

Anfang 1970 entschloss sich der ein Jahr zuvor erstmals gewählte Pfarrgemeinderat eine umfangreiche Außen- und Innenrenovation durchzuführen. Viele Frauen und Männer hatte sich bereit erklärt, den Pfarrer in seiner Arbeit zu unterstützen. Sie erbrachten eine Arbeitsleistung von 795 Stunden.

Reparaturen an der Außenfassade führte man 2001/02 zusammen mit dem Rückbau der Beichtstuhl-Durchbrüche und der Windfänge an den Seitentüren durch.

Im September 2006 konnte Weihbischof Rainer Klug im Rahmen einer Festmesse zum Patrozinium von St. Johannes der Täufer den neuen Altar wie auch den neuen Ambo einweihen. Zu den besonders ins Auge stechenden Änderungen durch die Renovierung, zählen beispielsweise die freigelegten alten Engelsbilder über dem Chorbogen. Neu gestaltet wurde auch der Chorraum, der in den Kirchenraum erweitert wurde, um einen größeren Chorraum für Gottesdienste in kleinen Gruppen zu erhalten. Der Altar rückte damit auch näher an die Gemeinde.